Baustaub bei der Badsanierung: Staubmindernde Technik ist Pflicht!

Nur 1,25 Milligramm A-Staub pro Kubikmeter Luft sind noch zulässig

 

 

Ob Teilrenovierung, Nachrüstung moderner Bodenbeläge oder gleich ein komplett neues Bad: Die dabei anstehenden Abbruch-, Schleif- und Fräsarbeiten sind staubintensive Angelegenheiten. Und diese können ganz schnell zur Gesundheitsgefahr werden, wenn bei der Arbeit zu viel Staub eingeatmet wird. Die Folge sind Husten und Kurzatmigkeit, die von chronischen Entzündungen der Atemwege führen.

 

Besonders gefährlich in diesem Zusammenhang sind Quarzstaub und Metallstäube, die Silikose (Staublunge) oder Krebs in Lunge und im Nasen-Rachenraum verursachen können. Nicht umsonst gehören verschiedene Lungenerkrankungen – darunter der Lungenkrebs, die Asbestose und die Silikose – zu den häufigsten Berufskrankheiten in der Branche.


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Dies können (und sollten) Sie jedoch vermeiden! Zwar funktioniert eine Badsanierung nicht ohne Staub – Sie können diesen aber mit gezielten Maßnahmen soweit eindämmen, dass Sie den Staub gar nicht erst einatmen müssen. Und „nebenbei“ dämmen Sie die Staubausbreitung in der Wohnung oder im Haus Ihres Kunden auch noch ein – und der wird es Ihnen danken.

 

Staubschutz ist verpflichtender Arbeitsschutz

 

Mit dem Ziel, Gesundheitsrisiken durch Stäube zu reduzieren hat das Bundesarbeitsministerium (BMAS) den Arbeitsplatzgrenzwert für die einatembaren Stäube (E-Staub) und die noch feineren, alveolengängigen Stäube (A-Staub) gesenkt. Seit 1. Januar 2019 gilt gemäß Technische Regel für Gefahrstoffe TRGS 504 auf allen Baustellen und für alle Gewerke ein verbindlicher Grenzwert von 1,25 mg/m³ für E- und A-Stäube. Das heißt: Maximal 1,25 Milligramm A-Staub pro Kubikmeter Luft sind noch zulässig.

 

Ohne den Einsatz wirksamer technischer Lösungen zur Staubminderung lässt sich dieser Grenzwert jedoch nicht einhalten. Und tatsächlich gibt es eine ganze Reihe praktikabler, technischer Lösungen und Verfahren, mit deren Hilfe Staubbelastungen in der Bauwirtschaft vermindert werden.

 

Was ist A-Staub?

 

A-Staub sind feinste Teilchen, die kleiner als 10 μm (1 Mikrometer = 1 tausendstel Millimeter) sind und aufgrund ihrer geringen Größe tief in die Lunge bis in die Lungenbläschen (Aleveolen) vordringen. Aufgewirbelter A-Staub braucht etwas acht Stunden , also eine ganze Schicht, um sich am Boden wieder abzusetzen. Zudem wird er beim kleinsten Lufthauch wieder aufgewirbelt. Sehen können Sie A-Staub höchstens bei bestimmtem Lichteinfall im Gegenlicht oder, wenn große Mengen davon Räume regelrecht vernebeln.

 

Normale Staubsauger, wie sie im Haushalt angetroffen werden, versagen bei diesen Stäuben. Die Papierfilter verstopfen und die Saugwirkung geht gegen Null. Und das Kehren mit Besen ist ohnehin seit Jahren auf Baustellen verboten.

 

Basis-Ausrüstung aus vier Komponenten

 

Eine Basisausrüstung, die nach Empfehlung der Berufsgenossenschaft BAU die Staubfreisetzung ganz erheblich reduziert und bei typischen Tätigkeiten wie Bohren, Schleifen, Stemmen Verwendung findet, besteht aus

  • Bearbeitungsgeräte mit wirksamer Stauberfassung 

  • Bau-Entstauber

  • Luftreiniger

  • Abschottungen bzw. Staubschutztüren

 

Während mit Luftreiniger die Luft im Arbeitsraum gefiltert und somit ein Großteil des Staubes abgefangen wird, nehmen Bau-Entstauber, die an das handgeführte Arbetiswerkzeug angeschlossen werden, Staub an seiner Entstehungsstelle auf. Zur Abschottung des Bau- beziehungsweise Sanierungsbereichs gegenüber dem weiterhin durch den Kunden bewohnten Bereich kommen Staubschutztüren und Wände zu Einsatz. Schutzvlies, Türrahmen-Rammschutz und Abdeckfolie schützen Böden und Treppen sowie Fenster, Türen und Einrichtungsgegenstände vor versehentlichen Beschädigungen während der Bauarbeiten.

 

Was kostetet staumindernde Technik?

 

Für eine solche Basisausrüstung für staubarmes Arbeiten sollten Sie mit Investitionskosten zwischen 3000 und 5000 Euro rechnen. Das klingt erst einmal viel, seit einigen Jahren fördert die BG Bau die Anschaffung staubarmer Techniken aber finanziell im Rahmen von Arbeitsschutzprämien mit bis zu 25 Prozent des Kaufpreises. Übrigens dürfte auch jeder Auftraggeber froh sein, wenn bei der Sanierung seines Bades so gut wie kein Staub entsteht. Beziehen Sie deshalb Maßnahmen Ihres Staubschutzmanagements in Ihre Angebotskalkulation mit 200 bis 300 Euro für eine mittlere Baustelle in einem Einfamilienhaus ein. Damit amortisieren sich die Beschaffungskosten je nach Auftragslage und Investitionshöhe binnen ein bis zwei Jahren.

 

Was passiert, wenn die Maßnahmen nicht umgesetzt werden?

 

Die BG BAU kontrolliert bei Baustellenkontrollen die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Werden von Aufsichtspersonen der BG Bau im Rahmen ihrer Revisionstätigkeit auf Baustellen Tätigkeiten bzw. Verfahren angetroffen, die ohne staubmindernde Maßnahmen ausgeführt werden, so können die Kontrolleure die Arbeiten unterbrechen. Heißt: Werden weder ausreichenden Schutzmaßnahmen getroffen noch die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) getragen oder wurde keine Gefährdungsbeurteilung erstellt, darf die Baustelle sofort geschlossen werden – solange, bis die erforderlichen Maßnahmen umgesetzt sind. Oder anders gesagt: Die Arbeiten dürfen dann nur unter nachweislichem Einsatz staubmindernder Techniken fortgeführt werden.

 

Sprechen Sie uns an: 49 (0) 345 – 22580-441 

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